Berichte
Vereinsfahrt zum Islandpferdegestüt „Wiesenhof“ 2010
Am 01.Oktober 2010 starteten 7 Mitglieder des Thüringer Islandpferdevereins Richtung Karlsruhe, um ein schönes Wochenende am größten und renommiertesten Isländergestüt in Deutschland zu verbringen. Nachdem alle so gegen 16:00 Uhr „eingetrudelt“ waren, wurden wir sehr herzlich von Kirsten Schuster empfangen, die uns gleich durch die Stallanlage führte und ausführliche Informationen zu den einzelnen Hengsten gab. Ein sehr gelungener Auftakt!
Danach bezogen wir im Gästehaus unsere Zimmer, fuhren zu den Junghengstkoppeln, und saßen nach dem Abendbrot noch gemütlich auf der Terrasse um auf unser gemeinsames Wochenende an zu stoßen.
Da es doch schon recht kühl geworden war und wir ja für den kommenden Tag einen 20km-Marsch geplant hatten (hi,hi…), endete der Abend relativ früh.
Der Samstag zeigte sich erst leicht regnerisch und Peter und Andrea begaben sich auf die Suche nach Plastetüten um bei dem langen Marsch keine nassen Schuhe zu bekommen…
Doch vorher ritten uns Helga Podlech den 4-gänger „Hördur“ und Sabine Eder Ihren 5-gänger „Glitnir“ auf der Ovalbahn vor.
Besonders beeindruckend waren dabei der Rennpaß von „Glitnir und das Reiten ohne Zäumung von „Hördur“ in allen Tempi – eine tolle Schau!
Und dann begann der Marsch – nein nur Vera….schung! Wir wurden von Helga Podlech zu sich nach Hause eingeladen, zu einem kleinen Umtrunk und zur Besichtigung der Fohlen.
Also fuhren wir mit unseren Autos zum „alten Wiesenhof“ – idyllisch gelegen direkt zwischen den Koppeln und mit herrlichem Blick auf den Spessart, über dem noch einzelne Nebelschwaden von der Sonne verdrängt wurden.
In dem tollen alten Gemäuer, ähnlich einem alten Gutshaus, wurde es schnell sehr lustig. Peter hatte eine Ziehharmonika entdeckt und so erklangen schnell ein paar lustige Lieder.
Nachdem unsere „stiefellosen“ Reisenden noch von Helga mit ebensolchen ausgestattet worden sind, ging sie mit uns zu den Fohlen, ihren Müttern und dem bekannten Hengst „Geysir vom Wiesenhof“, der nach seiner diesjährigen Decksaison die Weite einer Koppel mit einer Stute genießen darf.
Auch hier erfuhren wir Wissenswertes über Abstammung und sahen einige berühmte Wiesenhof-Zuchtstuten, wie zum Beispiel die „Hnysa“.
So verging der Vormittag rasend schnell und wir müssten uns schon fast beeilen, pünktlich zur Freiheitsdressur, gezeigt von Alexandra, zu kommen. Sie zeigte uns einen Hengst und erklärte uns die Grundlagen der Arbeit mit dem Pferd. Es war sehr anschaulich und alle stellten interessiert Fragen. Die Stunde war so schnell rum…- das Thema konnte nur angerissen werden, aber alle konnten Ideen für ihre Arbeit mit den eigenen Pferden mit nach Hause nehmen….
Da wir allen unserer Gruppe etwas bieten wollten (auch den Nichtreitern – wovon allerdings 50% noch am Freitag abgesagt hatten…), hatten wir für 15:30 Uhr eine Führung, mit dem betreuenden Architekten, Herrn Stöckle, durch die Ruinen des Klosters von Frauenalp geplant.
Eine tolle, riesige Anlage! Wie riesig zeigt alleine die Tatsache, dass es dort 3etagige Kellergewölbe gibt, in denen die Vorräte gelagert wurden.
Obwohl dort noch (sicher jahrelang) gearbeitet wird und normaler Weise kein Unbefugter dort rein darf, wurde extra für uns auf geschlossen und wir dürften mit Begleitung in die „Unterwelt“.
Solche Ausmaße hätte sicher keiner vermutet!
Dann ging es noch zu einem leckeren Kaffee im gegenüberliegenden Gasthof „König von Preussen“.
Gemütlich ging es dann wieder zum „Wiesenhof“, wo wir uns mit Helga Podlech nach dem Abendbrot zu einem Abschiedsabend mit Gitarre und Ziehharmonika verabredet hatten.
Es wurde ein richtig anheimelnder Abend!! Besonders da Helga mit ihrer tollen Stimme Lieder vortrug, die ihr Vater (ein im Rheinland bekannter Musiker und Komponist, der selber die ersten Islandpferde in Deutschland hatte) extra für seine Töchter geschrieben hatte und die alle mit Pferden zu tun hatten. Natürlich kamen auch andere Lieder nicht zu kurz
Na, und da ja am Wiesenhof auch das Reiten nicht zu kurz kommen darf, hatten wir für den Sonntag Reitunterricht geplant.
Auf mehrfachen Wunsch einer einzelnen Dame ritten wir zu Viert auf der Ovalbahn, Henri, Peter, Frances und Bianka.
Tölt war angesagt. Der flotte Tölter von Henri, ein frischer Import aus Island überholte uns gleich zu Beginn mehrfach. Henri nahm es gelassen und wird nicht wieder am Temperament der Isländer zweifeln. Frances und Bianka hatten nach einem Pferdetausch den passenden Tölter und nach anfänglichen Schwierigkeiten klappte auch die Viergang- bzw. Fünfgangschaltung. Peter töltete problemlos Runde um Runde und schon waren seine Rückenprobleme wie weggeblasen.
Gut fanden wir die individuellen Hilfen der Trainerin und das die Isis mindestens 9 Jahre alt sein müssen um eine gewisse Gelassenheit für die Reiter mit den unterschiedlichsten Vorkenntnissen mitzbringen und Vertrauen aufzubauen.
Leider war die Zeit viel zu schnell herum und wir bekamen noch ein paar Tips für zu hause.
Fazit: wir wollen wiederkommen und unsere reiterlichen Fähigkeiten ausbauen.
(Bianka Luhn)
Tja, und wie es eben immer so ist – schöne Dinge vergehen immer zu schnell…
Wir haben alle sehr die Freundlichkeit und den besonderen Flair am Wiesenhof genossen und wollen uns alle sowohl beim Wieshof-, wie auch den Gästehaus-Team herzlich bedanken!
Wir kommen garantiert wieder zu Euch!!!
Hella Romeick
© 2011 Thüringer Islandpferdeverein e.V.

